web 2.0

eMail versendet heißt nicht eMail gelesen

Interessant ist es immer Entscheidungen von Gerichten zum Thema Internet zu lesen. Die OGH Entscheidung 2Ob 108 / 07g behandelt das Thema eMail versenden bzw die daraus resultierende Annahme daß ein eMail somit auch als zugestellt gelten darf.

Im Urteil kommt der OGH zu dem Entschluß, die Tatsache daß eine eMail vom eigenen Rechner ordnungsgemäß versendet wurde gelte nicht als Beweis für die ordnungsgemäße Zustellung. Ein Vergleich mit der Versendung eines nicht eingeschriebenen, auf dem Postweg verschickten Briefes lässt sich ziehen.

Ein normaler Brief, aufgegeben bei einem Postamt, ist wahrlich kein Beweis für die Zustellung. Der Brief kann im Verteilerzentrum, auf dem Weg zum Empfänger oder irgendwo dazwischen verloren gehen. Ich kann mir also nicht sicher sein ob der Brief jemals in den Postkasten eingeworfen wurde.
Ähnlich der Versand eines eMails welcher wie folgt abläuft:

  1. Das Mailprogramm bereitet den Versand der eMail vor, indem es Kontakt zu dem eigenen Mailserver aufnimmt, sich dort anmeldet und die eMail für die Übermittlung zusendet.
  2. Der eigene Mailserver stellt nun eine Verbindung zu dem für den Empfänger der eMail zuständigen Mailserver her und übermittelt die Nachricht an diesen.
  3. Wenn der für den Empfang verantwortliche Server die Nachricht angenommen hat, bestätigt er den Erhalt der Nachricht mit einem OK welches danach vom eigenen Mailserver an das Mailprogramm ebenso als OK bestätigt wird.

Bis hierher habe ich lediglich die Bestätigung daß irgendein Mailserver die von mir versendete Nachricht zur Weiterleitung an den Empfänger angenommen hat. Ob nun mein eMail von diesem Server richtig verarbeitet wird und in das Postfach des Empfängers gespeichert wird oder wurde, kann nicht ohne Weiteres geprüft werden. Abhilfe könnte lediglich eine Empfangsbestätigung versendet durch den Absender verschaffen.

Doch ich empfehle für heikle bzw. wichtige Geschäfte nach wie vor die Schriftform. Papier ist geduldig heißt es, und das wird es auch in Zeiten des Internet und Web2.0 sein und bleiben.

Blog Kommentar Spam

Wer kennt es nicht, diese netten Kommentare von Leuten die man nicht kennt, mit Inhalten die man gar nicht kennen will? Der Kommentar Spam, wie ich es nenne. Tja nun mag sich so mancher fragen wozu diese nervigen Kommentare gut sein sollen.

Die Antwort: Ziel ist es mehr Backlinks zu erhalten. Da Kommentare für Suchmaschinen relevanter Content sind werden auch diese Links hoch bewertet. Und so versuchen “hochgradige” Marketing Menschen mit dieser Idee deren Page Rank zu erhöhen. So wie auch viele versuchen über Twitter Backlinks zu erhalten.

Das Problem an der Sache ist nur, daß solche Kommentare schneller auf einer Spam Liste landen als Sie von Google als Backlink indiziert werden. Somit verfehlt dann der Blog Kommentar seine Wirkung. Davon abgesehen sind nur wenige Blogs so eingestellt daß Kommentare ohne Moderation freigeschaltet werden.

Die Lösung? Nun komme ich zu der Art von Kommentaren bei denen sich wohl Alle fragen was das nun für einen Sinn haben soll. Und zwar jene Kommentare welche aus scheinbar zufälligen, sinnlos aneinander gereihten Zeichen bestehen und deren Links auf Domains zeigen welche nicht existieren.
Diese Kommentare kommen nicht von geistig benebelten Personen oder Scripten die zu Testzwecken geschrieben wurden. Nein, hinter dieser Taktik steckt System. Denn diese Sinnlosen Zeichen sind eigentlich ein ID Code, welcher, wenn er in Google auftauchen sollte, dem Spammer genau sagen können welche Blogs Kommentare ohne Prüfung sofort freigeben und welche dies nicht tun. Somit entsteht dann eine Liste von Blogs die ohne große Probleme für die Generierung von Backlinks geeignet sind.

 

Nicht jeder Russische Kommentar muß etwas mit Sexualität zu tun haben!

Nicht jeder russische Kommentar muß etwas mit Sexualität zu tun haben!

Ist es SPAM oder einfach nur ein unerwünschtes Mail?

Habe heute einen Artikel in der ORF Futurezone gelesen in dem von einem Anstieg des SPAM um 53% die Rede ist. Sicherlich ist ein gratis Maildienst für SPAM und sonstigen Schrott eher gefährdet als ein normal Mailserver auf dem jeder User bekannt ist.

Als SPAM wurde im Sketch von Monty Python’s Flying Circus ein Dosenfleisch bezeichnet. Es ging immer und immer wieder um das selbe Dosenfleisch. Nun würde ich ein SPAM Mail als ein Mail bezeichnen welches vielfach gesendet wird, und immer exakt den selben Inhalt hat.

Die Mails die heute als SPAM bezeichnet werden kommen meist nur einmal an. Die Inhalte sind zwar vom Thema her ähnlich, aber handelt es sich nicht immer um den exakt gleichen Wortlaut. Solche Mails würde ich deshalb als UCE(Unsolicited Commercial E-Mail) bezeichnen. Aber Sei es wie es Sei, und nennen wir es wie wir es wollen.

Die Bezeichnung Junk Mail stimmt generell auch nicht. Denn ob ein Mail Müll ist oder nicht entscheidet sich im Auge des Betrachters. Denn wenn ich eine Gartenlampe suche wird mich ein Mail über günstige Gartenlampen eher interessieren anstatt es in den Müll zu werfen.
Und wer sagt daß ein Mail das ich heute als Müll betrachte, nicht schon bald ein wichtiger Bestandteil meines Lebens werden kann. Potenzprobleme müssen heute kein Thema sein, können aber in einigen Jahren sehr wohl dazu führen daß Viagra Mails eine gänzlich andere Bedeutung bekommen.

Nun geht es im Artikel auch um die neu entflammte Beliebtheit der Mails mit eingebetteten Bilder. Dadurch wird enorm viel Datentransferverbraucht. Das ist sicherlich richtig. Aber wer denkt bitte an die heiß geliebten “bitte an alle weiterleiten” Mails, oder “schau wie süß” Powerpoint Presentationen mit mehreren MB Größe? Das sind für mich genau so unerwünschte Mails, und es macht sehr wohl einen Unterschied ob ich am Tag 10 Mails mit je 150KB bekomme, oder 1 Mail mit je 3,5 MB. Beide Varianten für mich uninteressant, aber die Erstere braucht nur halb so lange beim Download.

SPAM, UCE oder Junk Mails wird es so lange geben wie es Leute gibt die einen Rücklauf erzeugen. Und ein noch so kleiner Prozent- oder Promillesatz genügt hier um anderen zum “großen Geld” kommen zu lassen.

In diesem Sinne, mein Mailserver filtert 99% aller Mails aus, und nimmt diese erst gar nicht an. Mein SPAM Aufkommen hält sich in Grenzen.

Website Zugriffe. Woher?

 

Statistik der Zugriffe einer WebsiteZugriffe auf eine Website sind ohne Frage eines der wichtigsten Ergebnisse wenn man denn Eine hat. Aber Zugriffe allein sind nicht Alles! Einige meiner Projekte, die mit dem Statistikdienst Google Analytics arbeiten, zeigen mir immer wieder aufs Neue, daß es noch viele weitere Faktoren für den erfolgreichen Betrieb einer Internetseite gibt.

Wichtig finde ich daß möglichst viele Zugriffe aus Suchmaschinen erfolgen. Denn nur dann hat mich Jemand gefunden der auch danach gesucht hat. Besucher welche von anderen Seiten zu meiner Seite gelangen sind auch wichtig, zumindest in der Form, daß die Links von anderen Seiten für das Suchergebnis meiner Seite in Suchmaschinen relevant ist. Direkte Zugriffe sind auch ok, aber meiner Meinung nach nicht so hoch zu bewerten wie die beiden zuvor genannten Arten.

Und nun eine interessante Tatsache aus meiner Arbeit. Einige meiner Projekte haben im Monat nicht mehr als 200 Zugriffe von unterschiedlichen Usern. Das scheint wenig zu sein. Dennoch erhalten diese Seiten, welche zum Teil zwischen 60% – über 80% Zugriffe aus Suchmaschinen aufweisen, zwischen 15 -20 Anfragen im Monat. Das sind fast 10% Anfragen!

Erreicht wird diese Quote nach meiner Erfahrung durch einen klaren und einfachen Aufbau der Website, sowie der einfachen Möglichkeit eine Anfrage zu stellen. Ein Formular mit Name, Telefon, eMail und Text genügt hier vollkommen. Das macht Mut zum Anfragen anstatt sich ewig mit der Eingabe aller nur erdenklichen Daten herum zu plagen. Das zeigt daß das Optimieren von Seiten für Suchmaschinen an allen Ecken und Enden erfolgen sollte und die Theorie mit tausenden Zugriffen im Monat, hundertden Backlinks oder super PageRank alleine nicht unbedingt zum gewünschten Erfolg führen muß. Es geht auch Klein, aber Fein.